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Stéphane Courtois u.a.: Das Schwarzbuch des Kommunismus. Unterdrückung, Verbrechen und Terror (dt. 1998)
Bahnbrechendes Werk über die Verbrechen des Kommunismus. Die Schreckensbilanz einer mörderischen Ideologie.
Claudia Ludwig/Karin Pfeiffer: Der große „Blöff“. Neue deutsche Rechtschreibung: einfach unlernbar (2005)
Gegen den Willen einer großen Mehrheit des Volkes wurde in Deutschland - vor allem auf Betreiben von Wörterbuch- und Schulbuchverlagen, die das große Geschäft witterten, sowie linken Ideologen innerhalb der Sprach- und Erziehungswissenschaft - eine als „Reform“ deklarierte Neufassung der Rechtschreibung von den Kultusministerien in den Schulen durchgesetzt. In blindem Gehorsam folgte auch ein Großteil der Medien. Die Autorinnen dieses kleinen Buches, beide ursprünglich selbst Lehrerinnen, zeigen die zerstörische Wirkung dieses willkürlichen Eingriffs in unsere gewachsene Schriftkultur auf. Die Behauptung, die deutsche Rechtschreibung sei mit der angeblichen Reform leichter geworden, entlarven sie als dreiste Lüge. Was uns als „modern“ und „fortschrittlich“ verkauft wurde, ist in Wahrheit eine in sich widersprüchliche, zum Teil kraß sprachwidrige Willkürschreibung, die schlicht unbeherrschbar ist und Fehler geradezu provoziert. Letztlich hat uns das fehlschlagene Experiment „Rechtschreibreform“ um etwa zwei Jahrhunderte in der Entwicklung unserer Schriftsprache zurückgeworfen. Selbst professionelle Schreiber kommen mit ihr nicht zurecht. Wie zutreffend diese Analyse ist, zeigt sich darin, daß es selbst in Zeitungen nur so von Fehlern wimmelt, die eindeutig auf Fehlinterpretationen der „Neuen Rechtschreibung“ zurückzuführen sind. Die Autorinnen machen deutlich, daß die heute zerstörte Einheit der Schriftsprache nur auf Basis der bewährten Schreibweisen wiederhergestellt werden kann. Über kurz oder lang werde kein Weg an der Rückkehr zur klassischen Rechtschreibung vorbeiführen. Dafür spreche nicht zuletzt ihre sehr viel leichtere Erlern- und Beherrschbarkeit.*
Horst Haider Munske: Lob der Rechtschreibung. Warum wir schreiben, wie wir schreiben (2005)
In diesem Buch geht es nicht primär um die „Rechtschreibreform“, sondern um die historische Entwicklung unseres hochentwickelten Schriftsystems. Der Autor war bis zu seiner Emeritierung Professor für germanische und deutsche Sprachwissenschaft und Mundartkunde an der Universität Erlangen-Nürnberg, ist also ein echter Experte auf dem Gebiet. In seiner kenntnisreichen und verständlich geschriebenen Darstellung unserer über Jahrhunderte gewachsenen Schriftkultur geht er natürlich auch auf die Neuregelungen der Jahre 1996 folgende ein, was auf klug abwägende und differenzierte Weise geschieht. Auch er kommt allerdings zu einem insgesamt negativen Urteil. Sein Buch ist eine Liebeserklärung an die deutsche Sprache und ein Plädoyer für die bewährte klassische Rechtschreibung, deren hohe Qualität eindrucksvoll nachgewiesen wird.
Theodor Ickler: Falsch ist richtig. Ein Leitfaden durch die Abgründe der Schlechtschreibreform (2006)
Theodor Ickler, ebenfalls Germanistikprofessor, zählt zu den frühen Kritikern des sprachpolitischen Zerstörungswerks namens „Rechtschreibreform“. Bereits 1997 veröffentlichte er das Buch „Die sogenannte Rechtschreibreform. Ein Schildbürgerstreich“. Zahlreiche Veröffentlichungen mit gleicher Stoßrichtung folgten. Mit Fug und Recht wird er als „der“ Experte zum Thema angesehen. Auch sein neuestes Buch ist wieder sehr lesenswert. Es eignet sich vor allem für denjenigen, der noch mehr in die Tiefe gehen will und sich für die skandalösen Hintergründe der „Rechtschreibreform“ interessiert.
Kleine DVD-Auswahl:
Klassiker der Zeitgeschichte: Warum sie Hitler wählten - Bekenntnisse von NSDAP-Jungwählern, Spieldauer: 90 Minuten
Seit über 70 Jahren wird gerätselt, warum gerade die Jungwähler, die 1933 zum ersten Mal an die Wahlurne gehen durften, ihr Kreuz bei der Partei Adolf Hitlers machten und so erheblich mit dazu beitrugen, daß bei den letzten Reichstagswahlen im Deutschen Reich am 5. März 1933 die NSDAP als klarer Wahlsieger hervorging. In der zweiteiligen Dokumentation kamen die Jung- und Erstwähler von damals zum ersten und einzigen Mal im deutschen Fernsehen selbst zu Wort: Es ist kein Film über sie, sondern ein Film von und mit ihnen. Ungeschminkt berichten sie in der Rückschau ihrer Erinnerungen über den Niedergang der Weimarer Republik und über die Chancen, die sie sich aus ihrer damaligen Sicht durch die Wahl der NSDAP erhofften. Dabei spielen die Innen- und Wirtschaftspolitik mit der hohen Arbeitslosigkeit auf der einen und das als „nationale Schande“ empfundene Versailler Diktat mit seinen zahlreichen Gebietsabtrennungen und den hohen Reparationsleistungen auf der anderen Seite entscheidende Rollen. Während sich der erste Teil mit der Reichstagswahl am 5. März 1933 befaßt, wendet sich der zweite Teil der Frage zu, warum die Wähler sich nach fünf Jahren Regierungszeit der NSDAP bei der Volksabstimmung anläßlich des Anschlusses Österreichs am 10. April 1938, bei der es auch um ein Votum über die ersten Jahre der Herrschaft Hitlers im Deutschen Reich ging, wieder mit hoher Mehrheit für die Nationalsozialisten entschieden.
Die Geschichte der Deutschen Wehrmacht, Spieldauer: 142 Minuten
Unmittelbar nach der Machtübernahme erkannte der neue Reichskanzler Adolf Hitler die im Versailler Vertrag beschränkte Heeresstärke von 100.000 Mann nicht mehr als bindend an. Nach der Liquidierung des SA-Führers Ernst Röhm erklärte Hitler die Reichswehr zum „einzigen Waffenträger des Reiches“, was diese ihm am 2. August 1934 mit der Eidesleistung auf die Person des „Führers“ dankte. Mit der Namensänderung von „Reichswehr“ in „Wehrmacht“ endete 1935 auch offen die Ära der Weimarer Republik. Am 1. September 1939 begann der Krieg. Von den zwischen 1939 und 1945 über 17 Millionen eingezogenen Wehrmachtssoldaten ließen über 4,7 Millionen ihr Leben. Die dreiteilige Dokumentation zeigt in größtenteils unveröffentlichten Filmaufnahmen zum Teil in Farbe die drei Waffengattungen Heer, Marine und Luftwaffe von den frühen Anfängen, ersten Blitzsiegen, erbitterten Kämpfen an allen Fronten bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945. Mit großem Aufwand wurde die Dokumentation vertont. Originalgeräusche unterschiedlichster Fahrzeuge und Waffen sorgen für eine hohe Authentizität.
Klassiker der Zeitgeschichte: Alliierte Kriegsverbrechen - Vergessene Kriegsgreuel im Zweiten Weltkrieg, Spieldauer: 90 Minuten
Dieser Film ist ein erschütterndes Dokument menschlicher Grausamkeit. Er macht deutlich, daß im Zweiten Weltkrieg Kriegsverbrechen auf allen kriegführenden Seiten stattfanden - und keine Spezialität einer einzelnen Nation waren. Er ermöglicht Einblicke in einige der zahllosen Kriegsverbrechen, die auch auf alliierter Seite verübt wurden. Die Dokumentation aus dem Jahre 1983 ist der einzige Beitrag, den das deutsche Fernsehen je zu diesem Thema ausstrahlte. Die Basis des von dem international renommierten amerikanischen Völkerrechtler und Historiker Alfred de Zayas aufbereiteten Materials stellen die Akten der „Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts“ (WUSt.) dar. Mit diesen Akten konnte jedes der alliierten Kriegsverbrechen dokumentiert und belegt werden. Die beiden nach Kriegsverbrechen an der West- und an der Ostfront gegliederten Teile der Dokumentation zeigen u. a.: das Massaker an Lazarettinsassen in Feodosia durch die Rote Armee - die Versenkung von Rot-Kreuz-Schiffen und das Beschießen von Rot-Kreuz-Einrichtungen durch die britische und die amerikanische Luftwaffe - Massenvergewaltigungen und zahllose Ermordungen beim Einmarsch der französischen Armee in Stuttgart - Massenvergewaltigungen und Ermordung nahezu der kompletten Dorfbevölkerung im ostpreußischen Nemmersdorf beim Einmarsch der Roten Armee - Bombenterror gegen die Zivilbevölkerung der deutschen Städte durch die US-Airforce und die britische Luftwaffe.
* Wer glaubt, auf Basis der „Neuen Rechtschreibung“ würde sich allmählich eine neue Einheit der Schriftsprache herstellen lassen, täuscht sich gewaltig. Es wird zwar immer wieder betont, daß nach Korrektur einiger Fehler eine „endgültige“ verbindliche Fassung gefunden sei und nun endlich „Rechtschreibfriede“ einkehren könne. Mit der Realität hat dies jedoch nicht viel zu tun. Faktisch existiert die „Neue Rechtschreibung“ als auch nur halbwegs einheitliche Schreibnorm nämlich seit langem nicht mehr. Die Wörterbücher der einzelnen Verlage interpretieren die Vorschriften der „Reform“ höchst unterschiedlich und weichen zum Teil stark voneinander ab (aktuelles Beispiel „Duden“ und „Wahrig“), schlagen verschiedene Schreibungen des gleichen Wortes als „Varianten“ vor und geben voneinander abweichende Empfehlungen, welche von ihnen vorzuziehen sei. Buch- und Zeitungsverlage haben überdies aus Unzufriedenheit mit der Neufassung der deutschen Rechtschreibung eine Vielzahl von Hausorthographien entwickelt. Und zu allem Überfluß sind nach wie vor auch ältere Ausgaben von Wörterbüchern in „reformierter“ Schreibung in Gebrauch. Das Chaos ist also perfekt.
Die halbherzigen Korrekturen an der „Reform“-Schreibung waren nichts als Kosmetik und können nicht darüber hinwegtäuschen, daß das Projekt „Neue Rechtschreibung“ von Beginn an eine Fehlkonstruktion war und grandios gescheitert ist. Die deutsche Rechtschreibung wurde nicht reformiert - wozu überhaupt kein Anlaß bestand! -, sondern aufs übelste deformiert. Sie ist als Folge des gewaltsamen Eingriffs einer kleinen Gruppe sogenannter „Experten“, denen es primär um eigensüchtige Interessen ging, schwer beschädigt worden. Daß große Teile der politischen Klasse in Deutschland auf die Scheinargumente dieser Clique und ihrer mächtigen Lobby hereingefallen sind, wäre für sich genommen noch verzeihlich. Ihr eigentliches Versagen besteht darin, die Fehlentscheidung der Einführung der „Rechtschreibreform“ an den Schulen nicht beizeiten wieder rückgängig gemacht zu haben.
Bei einer Wiedereinführung der leserfreundlichen Rechtschreibung müßte lediglich durch großzügig bemessene Übergangsfristen sichergestellt werden, daß den Schülern als Hauptleidtragenden des fehlgeschlagenen Experiments „Rechtschreibreform“ keine Nachteile entstehen. Früher oder später wird dieser Schritt zum Wohle unserer Sprache vollzogen werden müssen. Bis dahin wird die Verwirrung anhalten, die Lese- und Schreibkompetenz abnehmen und die Schriftkultur unseres Landes weiteren Schaden nehmen.

